„Czernowitzer Austria“ – Symbole (nicht nur) im öffentlichen Raum
Installation:
Die leere Gussform der »Czernowitzer Austria« steht im Raum.
Eine mächtige Konstruktion – einst Symbol für eine mächtige Monarchie.
Monumental, schwer und aufwändig. Gips, Metall, Holz und Stein. Kaputt, verstaubt und verrostet.
Und leer.
Was Inhalt war, muss man wissen. Oder erahnen. Oder Eigenes selbst hineininterpretieren.
Man sieht sie überall – die Symbole der Macht oder des Systems, Symbole des Reichtums oder des Personenkultes, oder einfach nur Symbole der Eitelkeit.
Nimmt man sie überhaupt wahr?
Muss man Symbole erklären oder machen sie sich selbst verständlich?
Was symbolisieren sie: für wen und wie lang?
Und vor allem: was passiert, wenn sie irgendwann verschwinden?
Lassen sich Symbole nur durch Symbole auflösen?
Ist Widerstand gegen Symbole ein symbolischer Widerstand?
Verschwinden nun die physischen Symbole, verschwindet auch die Ideologie, verschwindet das System, ist die nationale Identität oder historische Kontinuität gebrochen – was verschwindet und was bleibt?
Und was bleibt nach 100 oder nach 1000 Jahren?
Abbé Libansky Wien 2004













